Extratour Stirnhelle

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Die Extratour Stirnhelle wurde bei der Wahl "Deutschlands schönste Wanderwege 2013" nominiert. Wir bitten um Ihre Stimme. Hier geht es zur Abstimmung

 

 

Folgen Sie uns durch den märchenhaften Burgwald, besichtigen Sie das Dorfmuseum Oberrosphe, das weit über die Grenzen unserer Region hinaus bekannt ist, und wandern Sie auf herrschaftlichen Wegen der Landgrafen.

Die landschaftlich abwechslungsreiche Route verbindet beeindruckende Fernsichten über die Mittelgebirgslandschaft des Burgwaldes mit der geheimnisumwitterten Hundsburg und dem sehenswerten Dorfmuseum Oberrosphe.

Auf den Aussichtspunkten Stirnhelle (387m), Gerlachsberg (387m) und Am Rienert (285m) können Sie weite Blicke über den Burgwald, die Burg Mellnau, die Stadt Wetter, das Marburger Schloss bis hin zur Sackpfeife im Lützeler Gebirge genießen.

Auf der Hundsburg wird Geschichte aus dem 14. Jahrhundert lebendig. Viele Sagen ranken sich um diesen Ort. Der historischen Herrenweg verband die landgräflichen Jagdschlösser in Bracht und Wolkersdorf.

Höhenprofil Stirnhelle

1 Oberrosphe/Dorfmuseum

Oberrosphe ist das älteste Dorf im Burgwald. Es liegt am Rande des größten zusammenhängenden Waldgebietes Hessens. Oberrosphe blickt auf eine 1225-jährige Geschichte zurück: die Kelten gaben diesem Ort den Namen "roos-affa", was soviel wie "sumpfiges, fauliges Wasser" bedeutet. Der hohe Eisengehalt des hiesigen Buntsandsteines und der damit verbundenen rötlichen Färbung hat ebenfalls zur Namensgebung beigetragen.

Die Dörfer Oberrosphe und Unterrosphe werden in einer noch heute im Staatsarchiv von Marburg erhaltenen Urkunde erstmalig um ca. 800 n. Chr. erwähnt. Im Dorfmuseum Oberrosphe, einem Forsthaus aus dem 18. Jahrhundert, können Sie u.a. das schwere Leben der Frauen und Mägde in komplett historisch eingerichteten Zimmern nacherleben und im alten Kaufmannsladen den selbstgemachten Kaffe und Kuchen genießen.

2 Stirnhelle (387m)

Von der Stirnhelle haben sie einen schönen Panoramablick auf die Lützeler Berge, die Sackpfeife mit dem charakteristischen Sendeturm, den Rimberg (497m) im Lahntal, den Wollenberg (467m) sowie die Stadt Wetter und die Burg Mellnau.

Über die Entstehung des Namens Stirnhelle erzählt man diese Sage: Zu Zeiten des Landgrafen Hermann II. schlossen über 2000 Ritter und Edelleute sich zu dem „Sternerbund“ zusammen (weil dessen Wappen ein Stern trug) um gegen den Landgrafen zu kämpfen. Diese Sterner sollen sich auf der Stirnhelle bei Oberrosphe versammelt haben und der Berg hat davon seinen Namen erhalten.

3 Gerlachsberg (387m)

Dieser Aussichtspunkt ermöglicht Ihnen einen weiten Blick über den Hoherodskopf, auf die Amöneburg, die Lahnberge und das Schloss in Marburg.

Nach dem Gerlachsberg verläuft der Weg auf einem Grad, auf dem durch die Bäume schöne Blicke auf die Burg Mellnau frei werden.

4 Hundsburg (400m)

Die Hundsburg (Hohen-Burg) soll ab 1050 n.Chr. Sitz der Ritter von Rosphe gewesen sein, die vom Mainzer Erzbischof als Verwalter des Burgwaldes eingesetzt waren. Im Zuge der Fehden zwischen den Landgrafen und dem Erzbischof wurde sie um 1349 zerstört. Durch Geländestudien und Grabungen im Jahre 1960/61 kann man sich von dieser Anlage noch ein recht gutes Bild machen. Am östlichen Eingang in die Burg hat hinter dem Wall ein runder Turm gestanden, der zur Gefahrenseite hin einen besonderen Schutz gewährte. Suchgrabungen ergaben deutlich Anhaltspunkte für einen kreisförmigen Fundamentsrest.

Mehrere Sagen von den „Riesen der Hundsburg“ ranken sich um diesen Ort. Die Sage von dem „Riesenspielzeug“ berichtet, die Tochter eines Riesen auf der Hundsburg sei eines Tages heruntergekommen und habe aus lauter Spaß die im Feld arbeitenden Bauern samt Ihren Gespannen, Pflügen und Eggen in ihre Schürze gepackt und zum Spielen auf die Burg genommen. Darüber sei der Vater aber sehr böse geworden, habe ihr das „Spielzeug“ weggenommen und die Bauern samt Entschädigung wieder laufen lassen.

5 Geiershöh/Rote Buche

Bodensaure Buchen- und Buchenmischwälder haben ihren weltweiten Verbreitungsschwerpunkt in Mitteleuropa. Es gibt jedoch kaum noch natürliche Vorkommen, da Nutzungen, Ausbeutungen und Wiederaufforstungen mit schnell wachsenden Nadelhölzern in vergangenen Jahrhunderten einen Wirtschaftswald entstehen ließen.

Besondere ökologische Bedeutung haben in unseren Wirtschaftswäldern die Alters- und Zerfallsphasen mit alten, höhlenreichen und umgestürzten Bäumen, kleinen Lichtungen und hohem Strukturreichtum sowohl in der Baum- als auch in der Krautschicht. Schwarzstorch und Höhlenbewohner, wie Rauhfußkauz und Fledermäuse, aber auch Grauspecht und Gartenrotschwanz als Lichtungsbewohner sind Charakterarten dieses Lebensraummosaiks.

6 Malstein

An einem Gedenkstein, dem Malstein, treffen die Extratouren Stirnhelle und Rotes Wasser aufeinander und verlaufen gemeinsam ein Stück des Weges. Hier verlief ein alter Handelsweg aus vorgeschichtlichen Zeiten. Der Stein markiert die Wasserscheide zwischen Ohm und Wetschaft.

7 Herrenweg

Der Herrenweg verdankt seine Existenz der Jagdleidenschaft der hessischen Landgrafen, die seit 1464 das alleinige Jagdrecht im Burgwald besaßen. Der Herrenweg verband die Jagdschlösser Wolkersdorf (1481) und Bracht (1744). Wie eine schnurgerade Linie zieht sich dieser Weg durch den Burgwald, wohl angelegt für schnelle Pferdekutschen der landgräflichen Jagdbegleiter. Für die Jagdgesellschaften wurden Rastpunkte angelegt, die bis heute im Volksmund und in Flurbezeichnungen erhalten blieben.

8 Naturschutzgebiet Krämersgrund

Der Burgwald ist durchzogen von einem Netz aus Schutzgebieten, die zum Erhalt der besonderen Lebensgemeinschaften ausgewiesen wurden. Herausragend sind die vermoorten Talzüge mit höchst seltenen Tier- und Pflanzenarten. Das Schutzgebiet Krämersgrund sticht von allen anderen Talgründen durch das Nebeneinander verschiedener Moortypen, extensiv genutzter Wiesen und Eichenbeständen sowie etwas nährstoffreicheren Boden- und Wasserverhältnissen ab.

Diese Vielfalt an Lebensräumen beherbergt auch eine Vielzahl an seltenen Pflanzenarten, wie Sumpf- Schlangenwurz, Breitblättriges Knabenkraut, Schmalblättriges Wollgras und das Sumpf-Blutauge. Verschiedene Lebensräume bedingen auch das Vorkommen einer vielfältigen Tierwelt. So ist neben der Kleinen Moosjungfer auch die Arktische Smaragdlibelle und die Gefleckte Heidelibelle zu sehen.

9 Am Rienert (285m)

Hier können sie per Panoramablick ihre Tour zum Abschluss nachvollziehen. Sie sehen Oberrosphe im Tal. Danach reihen sich die Stirnhelle (387m), der Gerlachsberg (387m), die Weißels- (380m) und Hundsburg (400m), die Geiershöh (403m), der Treppenkopf (390m) und der Sattelkopf (384m) aneinander.

Essen und Trinken

  • Wetter-Oberrosphe:
    Cafe Dorfmuseum, Ostern bis 3. Advent Sa.+So. 14-18 Uhr, Gruppen nach Vereinbarung, Tel. 06423-2345
  • Wetter-Unterrosphe:
    Cafe-Bistro Alte Schule, Werktags 14-22 Uhr, So+Feiertage 9-22 Uhr, Do. Ruhetag, Tel. 06423-544042
  • Wetter-Mellnau:
    Kuckuckshütte, März-Nov. Sa.+So. 13-18 Uhr, Gruppen n. Vereinbarung, Tel. 06423-2309 o. 06423-51576,
    Mellnauer Hof, Mi., Do., Fr., So. 18-22 Uhr, Sa. 18-24 Uhr, Mo.+Di. Ruhetag